Prozessautomatisierung zwischen Halle, Lager und ERP: Meldungen, die niemand mehr abtippt
Prozessautomatisierung heißt hier, dass Betriebsdaten, Lieferscheine und Speditionsavise ihren Weg zwischen Halle, Lager und ERP allein finden, statt abends im Büro erfasst zu werden. Workflow-Automatisierung bedeutet dabei nicht, dass ein weiteres Programm dazukommt: Der Weg selbst wird beschrieben, geprüft und dann von einem Dienst gefahren, der jede Übertragung protokolliert.
Vertragspartner ist eine deutsche Gesellschaft, es gilt deutsches Recht, verarbeitet wird nach DSGVO auf Servern in Deutschland und der EU. Der Anlass ist fast immer derselbe: Die Zahlen aus der Fertigung stehen im Büro erst am Folgetag, und bis dahin ist der Lieferschein längst quittiert. Eines sagen wir vorher: An der Steuerung Ihrer Anlagen ändern wir nichts. Wir lesen, was sie ausgibt, und schreiben in die Systeme, die dafür vorgesehen sind.
Für wen
- Fertiger, deren Schichtmeldungen und Stückzahlen erst am Folgetag in der Warenwirtschaft stehen.
- Lager, in denen Lieferscheine und Speditionsavise per Mail eintreffen und von Hand in den Wareneingang übertragen werden.
- Betriebe, bei denen Maschinendaten in einer eigenen Anzeige hängen und niemand sie mit dem Auftrag zusammenbringt.
- Werke, in denen ein Erfassungsfehler aus der Halle erst bei der Inventur auffällt.
- Logistiker, die Statusmeldungen für jeden Auftraggeber in ein anderes Portal eintragen.
Was Sie bekommen
- Prozessautomatisierung zwischen Maschine, Waage und ERP
- Wir holen ab, was die Anlage ohnehin ausgibt – Zählwerte, Laufzeiten, Störmeldungen, Wiegescheine – und schreiben es gegen Auftrag und Artikel in Ihr führendes System. Wo eine Maschine nichts hergibt, bleibt die Meldung am Terminal, wird aber genau einmal erfasst und nicht noch einmal im Büro.
- Lieferscheine und Avise ohne Nacherfassung
- Eingehende Lieferscheine, Speditionsavise und Wiegescheine werden gelesen, den Positionen zugeordnet und als Wareneingang vorgelegt; entschieden wird nur noch über die Fälle, die nicht zusammenpassen. Aus Belegfotos haben wir auf diese Weise 3 579 Positionen in ein Verzeichnis mit 24 Lieferanten überführt, jede Position mit Belegdokument.
- Übertragungen, die einen Ausfall überstehen
- Jede Meldung bekommt eine Vorgangsnummer und einen Zustand. Antwortet die Gegenstelle nicht, versucht der Dienst es später erneut und meldet sich, wenn es wiederholt nicht klappt; still verschwinden kann nichts. Im Protokoll steht zu jeder Übertragung, wann sie lief und was sie geschrieben hat.
- Artikel- und Lieferantenstamm geradeziehen
- Automatik auf uneinheitlichen Schreibweisen erzeugt nur schnellere Fehler. In einem Bestand haben wir 138 Schreibweisen auf 75 Lieferanten zusammengeführt und 1 922 Positionen nutzbar gemacht; erst danach lief die Zuordnung ohne Rückfrage.
- Prozessautomatisierung bis zu den Kennzahlen der Schicht
- Stückzahl, Ausschuss, Stillstand und Wareneingang stehen am Morgen von selbst da, gerechnet aus denselben Meldungen, die in Ihr ERP gehen. Zwei Auswertungen mit zwei verschiedenen Zahlen gibt es damit nicht mehr.
Vom Rundgang durch die Halle bis zur Abnahme
Den Weg der Meldung aufnehmen
Wir gehen mit, welchen Weg eine Meldung heute nimmt: wo sie entsteht, wer sie anfasst, wo sie liegen bleibt. Das Gespräch dauert rund zwanzig Minuten, der Rundgang so lange, wie die Halle braucht. Statt Folien zeigen wir laufende Systeme.
Angebot mit Abnahmekriterien
Beschrieben werden Auslöser, Regel, Ausnahme und das, was am Ende im ERP stehen muss. Vertragsform, Preismodell und der Zeitrahmen stehen im Angebot, bevor gebaut wird.
Schattenlauf auf echten Daten
Vor dem Einschalten läuft die Automatik mit, ohne zu buchen: Ihr Ergebnis wird mit dem verglichen, was Ihre Leute von Hand gemacht hätten. Abweichungen gehen in die Regel zurück und nicht in eine Fußnote.
Abnahme und Betrieb
Abgenommen wird gegen die vereinbarten Kriterien in der laufenden Schicht. Danach läuft der Dienst bei Ihnen oder bei uns, mit Protokoll, Fehlerliste und einer benannten Stelle, die eingreift, wenn eine Gegenstelle schweigt.
Abnahme statt Versprechen
Was abgenommen wird, steht vor dem Start im Angebot und wird nicht am Ende ausgehandelt. Für eine abgegrenzte Strecke gilt der Werkvertrag: fester Preis je Etappe, Abnahme gegen die Leistungsbeschreibung, Gewährleistung auf Mängel. Jede Etappe ist für sich nutzbar, die erste Strecke kann also laufen, während die zweite noch beschrieben wird.
Die Begleitung nach dem Einschalten – Beobachtung, Regeländerungen, Schulung Ihrer Leute – läuft im Dienstvertrag und wird als eigenes Paket beauftragt statt als offene Zeitbuchung. Bevor Sie uns Auftragsdaten, Preise oder Kundenadressen zeigen, steht eine beidseitige Geheimhaltungsvereinbarung; bei personenbezogenen Daten kommt ein Auftragsverarbeitungsvertrag dazu, und im Angebot steht, welche Angaben ein externer Dienst oder ein Sprachmodell zu sehen bekommt. Verteilt und verantwortet wird die Arbeit von unserer Projektleitung.
Software für Fertigung und Lager: die offenen Punkte vorab
Was ist Prozessautomatisierung?
Ein Vorgang, den heute ein Mensch zwischen zwei Stellen erledigt, wird beschrieben, geprüft und von einem Dienst übernommen: Auslöser, Regel, Ausnahme, Protokoll. In Fertigung und Lager sind das meist Meldungen aus der Schicht, Belege am Wareneingang und Rückmeldungen an die Warenwirtschaft.
Wann lohnt sich RPA und wann eine Schnittstelle?
Gibt ein System eine Schnittstelle her, nehmen wir sie: Sie ist stabiler und übersteht jede Änderung an der Oberfläche. RPA-Software, die Masken bedient, setzen wir nur dort ein, wo ein Altsystem nichts anderes anbietet, und dann mit Protokoll, damit ein Fehlgriff nachweisbar bleibt.
Was passiert, wenn sich unser Prozess ändert?
Regeln und Zuordnungen liegen als Einstellung vor und nicht im Programmtext; neuer Lieferant, neue Etikettenart oder eine neue Vorgabe eines Auftraggebers sind dadurch Sache Ihrer eigenen Leitung. Ändert sich die Strecke selbst, wird das als eigene Etappe beauftragt und wieder abgenommen.
Wer betreibt die Automatisierung nach der Abnahme?
Wahlweise Ihre IT oder wir. Läuft der Dienst bei Ihnen, übergeben wir Quelltext, Dokumentation und Zugänge und weisen Ihre Leute ein. Übernehmen wir den Betrieb, ist das ein eigener Vertrag mit beschriebenem Umfang und keine stillschweigende Verlängerung.
Welcher Zettel wandert bei Ihnen abends ins Büro?
Nennen Sie uns den Beleg oder die Meldung, die heute von Hand übertragen wird, und das System, in dem sie landen soll. Im Gespräch sagen wir, welchen Teil davon wir als Werkvertrag übernehmen.